CDU Stadtverband Bad Liebenzell/Unterreichenbach
 





Presse
26.10.2009, 10:10 Uhr | Übersicht | Drucken
Ermittlung im Tatort Internet - 2. IT Talentegipfel vom 23.-25.10.2009 auf Burg Liebenzell

Bad Liebenzell (k-w). Die Computerkriminalität wird immer professioneller.

Deshalb nimmt die IT-Sicherheit als als Aufgabe ständig zu - 
betonte Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik bei der Eröffnung des 2. IT-Talentegipfels am Freitagabend 23.10.2009 auf Burg Liebenzell.



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Beim 2. IT-Talentegipfel lösen bis Sonntag 16- bis 21-jährige Finalisten des Bundeswettbewerbs Informatik anspruchsvolle Aufgaben aus der IT-Welt auf

 

„Längst sind keine Einzeltäter mehr am Werk", erklärte Michael Hange, „sondern eine organisierte Schattenwirtschaft, die international einen Milliardenmarkt geschaffen hat." Insofern liegt das vom Bundesbildungsministerium geförderte Projekt, bei dem der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine aktuelle Bewertung der IT-Sicherheit vornahm, mit seiner Aufgabenstellung genau richtig. Diese Entwicklung muss Sorge bereiten", betonte Beus, der sich freute, dass die Informationstechnologie mittlerweile als politisches Handlungsfeld wahrgenommen werde. Ein Allheilmittel werde es nicht geben. Aber es würden immer mehr Menschen gebraucht, die die IT-Sicherheit zu ihrem Thema machten. Der Staats-sekretär räumte mit dem Image angestaubter Behörden auf. Die Bundesverwaltung sei ein attraktiver Arbeitgeber, sagte der Staatssekretär mit Blick auf die 28 Finalisten des Bundeswettbewerbs Informatik, weil die Mitarbeit an modernen Aufgabenstellungen eine Herausforderung sei.

Dazu gehörten der elektronische Personalausweis, die sogenannte DE-Mail,mit der Verbraucher Geschäfts- und Behördenpost deutlich sicherer übers Internet verschicken, die Verhinderung von Hackerangriffen und das sogenannte E-Government. Für IT-Talente gebe es eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, auch auf EU-Ebene. Junge Menschen für IT-Berufe zu begeistern und zu qualifizieren, gestalte sich für Unternehmen immer schwieriger, betonte Professor h.c. Manfred Hübscher. Deshalb sei es erklärte Aufgabe aller Beiratsmitglieder und Sponsoren des Projekts, so der Akademieleiter des Internationalen Forums Burg Liebenzell, durch Engagement und Mentoring die Voraussetzungen für aktive IT-Nachwuchsförderung zu schaffen. Daraus entstehe eine Win-win-Situation, die allen nütze, sagte Hans-Joachim Fuchtel. Der Bundestagsabgeordnete sieht sich im „zunehmenden Interesse aus der Wirtschaft und vielen Institutionen" bereits ermutigt, „an die nächste Stufe zu denken." Jetzt sei es wichtig, sich an Vernetzungen zu wagen. „Die Jugend braucht eine frühe Brücke zur Wirtschaft", betonte der Initiator,„nur so wird es genügend IT-Nachwuchs geben". Für ihn ist das Projekt auch "ein Silicon Mountains" im Schwarzwald. Die Ansiedlung des IT-Talentegipfels biete eine Fülle besonderer Perspektiven bis zu erfreulichen Nebeneffekten für den Tourismus. Statt von klassischen Computer-Viren gingen heute vermehrt Gefahren von Trojanern und Botnetzen aus, erklärte Michael Hange. Für Privatnutzer steige die Gefahr des Identitäts-diebstahls. Für Wirtschaft und Behörden führten Online-Spionage oder die Störung kompletter IT-Systeme zu empfindlichen Problemen.  Erfreulicher-weise steige das Sicherheitsbewusstsein parallel zur wachsenden Bedrohung. „Jeder ist aufgefordert, sich mit Vorsicht durchs Internet zu bewegen", sagte der Präsident. Das Bundeskriminalamt spreche bereits vom „Tatort Internet", weil jährlich 700.000 Rechner infiziert würden.

Joachim Marcher wies auf die Bedrohung durch personalisierte Angriffe über Internetplattformen hin. Der Leiter Konzernsicherheit bei Giesecke & Devrient nannte „die Bewusstseinsbildung beim Bürger" eine der wichtigsten Herausforderungen. Dafür müsse schon in der Schule sensibilisiert werden. Unternehmen könnten sich durch Schulungen vor IT-Spionage schützen, die häufig mit dem Auskundschaften des sozialen Umfelds beginne.
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Burg Liebenzell (Kreis Calw). Die praxisorientierten Workshops werden von der Omikron Data Quality, von Bundesrechnungshof, Microsoft, SAP, Giesecke& Devrient sowie BEMA und der Sparkasse Pforzheim Calw geleitet. Der jährliche IT-Talentegipfel trägt dazu bei, junge IT-Talente aus ganz Deutschland zu fördern, um Innovationsfreudigkeit und Wettbewerbs-vorteile zu sichern sowie dem Nachwuchsmangel in der Branche zu begegnen. Die Idee stammt vom Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel, der 2006 den entscheidenden Anstoß für das Projekt gab. Die IT-Hochburg Deutschland wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Schirmherrin ist Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Infos im Internet:www.it-hochburg-deutschland.de.

 

 

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